Adventskalender selber machen – so geht’s:

Du brauchst 24 wiederverwendbare Behälter wie Säckchen, Gläser oder Tütchen, Zahlen zum Beschriften und passende Ideen für die Füllung. In diesem Beitrag findest du 72 natürliche Vorschläge mit Räucherwerk, Tee, Gewürzen, Selbstgemachtem, Naturmaterialien und Zeitgeschenken. Ein handgeschriebener Zettel macht jedes Türchen noch persönlicher.

Ich liebe es, kleine, feine, am besten selbst gesammelte oder selbst hergestellte Dinge für liebe Menschen zu verpacken. Das macht mir genauso viel Freude wie demjenigen, der sich dann 24 Tage lang über den Adventkalender freut. Ich fange schon im Herbst mit den Vorbereitungen an, denn der Advent kommt ja jedes Jahr, genau wie Weihnachten, völlig überraschend ;-). 

Du kannst einen individuellen Adventskalender für deinen Partner, deine beste Freundin oder deine Lieblingskollegin selber machen. 

Was du in diesem Artikel erfährst

  • Woher der Adventskalender kommt und wie jung der Brauch eigentlich ist
  • Welche Naturmaterialien sich für die Hüllen eignen und wie du 24 Türchen gestaltest
  • 72 Ideen für die Füllung: Räucherwerk, Tee und Gewürze, Selbstgemachtes, kleine Aufgaben und Türchen für die Tiere
  • Wie du den Adventskalender für jemand anderen zusammenstellst

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Adventskalender: die Geschichte hinter den 24 Türchen 

Die früheste bekannte Vorform hängt mit dem evangelischen Theologen Johann Hinrich Wichern zusammen. Er hatte 1833 das Rauhe Haus in Hamburg gegründet, ein Zuhause für Kinder, die sonst auf der Straße gelandet wären. Im Advent 1839 hängte er dort ein hölzernes Wagenrad mit Kerzen auf: kleine rote für die Werktage, große weiße für die Sonntage. Jeden Tag durften die Kinder eine Kerze mehr anzünden und sahen so, wie die Zeit bis Weihnachten kleiner wurde. Das war zwar eher der Vorläufer des Adventskranzes als eines Kalenders, zeigt aber die Idee dahinter: die Wartezeit sichtbar zu machen. 

Aus der Mitte des 19. Jahrhunderts sind außerdem selbstgemachte Zählhilfen in evangelischen Familien überliefert, etwa 24 Kreidestriche an der Tür, von denen die Kinder täglich einen wegwischen durften. 

Gedruckte Adventskalender gab es um 1902 und 1903, unter anderem vom Münchner Verleger Gerhard Lang, und die Kalender mit aufklappbaren Türchen, wie wir sie heute kennen, setzten sich um 1920 durch. 

Aber genug der Theorie, lass uns mal loslegen.

Warum einen Adventskalender selber machen?

Ein selbstgemachter Adventskalender ist etwas Persönliches, etwas Einzigartiges. Du nimmst dir Zeit, suchst nach Ideen – die du hier findest :-), überlegst dir jedes Türchen und machst alles schön, und genau das spürt die Beschenkte, wenn sie ihn öffnet. Sowas kann kein fertig gekaufter Kalender widerspiegeln.

Wenn ich mich an meine Kindheit zurückerinnere, wie schön es war, jeden Tag ein Türchen zu öffnen (ich hatte sogar mehrere Adventskalender, zu Hause und bei Oma und Opa) und mich überraschen zu lassen, dann habe ich heute noch ein Lächeln im Gesicht. Und ist es nicht schön, diese Vorfreude auch jetzt als Erwachsene wieder in den trüben Alltag zu holen?

Jeden Morgen etwas öffnen und nicht wissen, was dahintersteckt: Genau das kannst du auch Erwachsenen schenken, mit Dingen, die etwas mit Natur, Ruhe und Tieren zu tun haben.

Wem willst du dieses Jahr eine Freude machen?

diy adventskalender natürliche verpackungen (KI-generiertes Bild)

Welche Materialien eignen sich für einen DIY Adventskalender?

Für einen natürlichen Adventskalender, den du selber machst, eignen sich als Verpackung Leinen, Baumwolle, Packpapier, Gläser und kleine Blumentöpfe, weil sie robust sind und sich nach Weihnachten weiterverwenden lassen. Vielleicht hast du das ein oder andere eh zu Hause (du kannst natürlich hier auch die Behälter mischen), dann verwende das. Ich bin ein großer Freund von Nachhaltigkeit und vieles kann man mehrmals verwenden. Alternativ habe ich dir günstige Möglichkeiten verlinkt.

Die 24 Türchen, die du befüllst:

  • Leinen- oder Baumwollsäckchen*: 24 Stück in verschiedenen Größen, denn eine Tasse mit selbstgemachtem Vogelfutter braucht mehr Platz als ein wenig Räucherwerk. Gut für fast alle Ideen aus diesem Artikel.
  • Einfache Tütchen*: die du befüllst und nummerierst, praktisch für kleine, leichte Dinge wie Tee, Gewürze oder Zettel.
  • Kleine Marmeladen- oder Schraubgläser*: die du füllst und mit Stoff und Schnur verschließt, ideal für Gewürzmischungen, Badesalz oder Selbstgemachtes, das flüssig oder bröselig ist. Ich nutze die auch sehr gerne für Räucherwerk.
  • Terrakottatöpfchen*: die du mit Kleinigkeiten befüllst und mit einem Stück Stoff verschließt. Sie eignen sich besonders für Nüsse, Samen oder Kräuter und lassen sich später als Pflanztöpfchen weiterverwenden.

Wohin mit den Säckchen? 

  • Ein schöner Ast, zum Beispiel von der Birke, an den du die Jutesäckchen oder Papiertüten hängst.
  • Ein Holzbrett, auf das du die Terrakottatöpfchen oder Gläschen stellst.
  • Kranz: Ein Reif aus Reben oder Zweigen, an dem die Säckchen hängen, passt an die Tür oder über den Tisch. 
  • Tannenzweige, getrocknete Orangenscheiben, Zimtstangen und Ähnliches, um den Kalender noch weihnachtlicher zu schmücken.
  • Kleine Baumscheiben mit Loch zum Anhängen oder ohne Loch zum Aufkleben, zur Nummerierung der einzelnen Türchen. Oder du schreibst die Zahlen einfach mit einem Marker auf die Tütchen.
  • Auch getrocknete Lorbeerblätter kannst du mit Zahlen beschriften – es gibt hier viele Möglichkeiten.

Wie füllst du einen Adventskalender, der wirklich passt?

Für einen Adventskalender für jemand anderen kannst du 24 der 72 Ideen asuwäheln

  • Entscheide, ob du einen Schwerpunkt setzt oder bewusst mischst: Räuchern, Küche und Genuss oder Ruhe als roter Faden, oder Abwechslung zwischen Duft, Tee, Naschen und Aufgaben, wenn die Beschenkte das mehr mag.
  • Lege das Budget fest: Ein Naturkalender muss nicht viel kosten. Wenn du selbst sammelst und dir Zeit für Selbstgemachtes nimmst, reicht oft kleines Geld für Gläser, Säckchen und ein paar Zutaten. Überschlag trotzdem vorab, was du ausgeben willst, und teile es grob durch 24, so hast du einen ungefähren Richtwert, was ein Türchen kosten darf. Für wen der Kalender ist, entscheidet auch mit: Für die beste Freundin gibst du vielleicht etwas mehr aus als für die Kollegin, und wenn du gleich mehrere Kalender bastelst, lohnt sich Selbstgemachtes und Gesammeltes erst recht.
  • Plane die Größen: Je nachdem was du in die einzelnen Türchen packst, prüfe zunächst, ob du das passende Verpackungsmaterial (Gläser, Tüten, Jutebeutel, etc.) hast – ich mag es ja, hier auch zu variieren, also nicht nur Tüten oder nur Gläser, denn unser Alltag ist oft “genormt”, da darf es für den Adventskalender auch einfach mal kreativ sein.
  • Achte auf die Reihenfolge bei mehrteiligen Ideen: Was ein Basisteil braucht, muss früh kommen. Zum Beispiel gehören Räucherschale oder Stövchen in eines der ersten Türchen, bevor das Räucherwerk folgt.
  • Frag nach Allergien und Vorlieben: Bei Nüssen und Gewürzen nachfragen, und Selbstgebackenes vorher probieren.
  • Gib jedem Türchen eine persönliche Note: Ein handgeschriebener Satz auf dem Zettel sagt mehr als jede Füllung.
  • Denk an die Haltbarkeit von Selbstgemachtem: Plätzchen, Gewürzmischungen, Räucherwerke oder Balsame kannst du schon im November vorbereiten, aber prüfe vorher, wie lange sie wirklich frisch bleiben. Was schnell verdirbt, gehört in die ersten Türchen und wird vor allem frisch hergestellt.

72 Ideen für die Füllung deines selbstgemachten Adventskalenders

adventskalender selber machen ideen mit gesammelten kräutern und planzen (KI-generiertes Bild)

Räucherwerk und Kräuter

Wenn die Beschenkte gerne räuchert, findest du hier besonders viele Möglichkeiten. Vieles davon hast du vielleicht eh schon im Sommer gesammelt und getrocknet und kannst davon kleine Portionen abfüllen. Gerade bei Räucherwerk muss es schließlich kein riesiges Säckchen sein – eine kleine Menge reicht oft für mehrere Räuchergänge.

1. Fichtenharz und Fichtennadeln

Ein kleines Stück fest gewordenes Fichtenharz und einige getrocknete Fichtennadeln ergeben eine einfache Räuchermischung mit echtem Waldcharakter. Beides kannst du sogar im Herbst oder Winter beim Spaziergang noch sammeln. Das Harz sollte schon fest sein und bitte nimm nur das, was außen an der Rinde ist.

2. Getrockneter Wacholder

Ein kleines Säckchen mit getrockneten Wacholderbeeren und/oder Wacholdernadeln. Gerade Wacholder lässt sich schön mit anderen heimischen Pflanzen zu einer eigenen Wintermischung kombinieren.

3. Beifuß

Getrockneter Beifuß passt wunderbar in einen naturverbundenen Adventskalender. Du kannst ein kleines Bündel daraus binden oder einfach eine Portion für das Räuchersieb abfüllen.

4. Rosmarin

Getrocknete Rosmarinnadeln aus dem eigenen Garten oder vom Balkon in ein kleines Glas oder Säckchen füllen. Rosmarin lässt sich sowohl einzeln als auch in Mischungen verwenden.

5. Lavendelblüten

Ein Säckchen mit getrockneten Lavendelblüten ist vielseitiger, als es auf den ersten Blick aussieht. Sie eignen sich zum Räuchern, für ein kleines Duftkissen oder einfach zum Beduften der Wäsche im Schrank.

6. Getrocknete Orangenschale

Die Schale einer unbehandelten Bio-Orange in dünnen Streifen abschälen und vollständig trocknen lassen. Ein paar Streifen davon sehen in einem kleinen Glas hübsch aus und können später zum Räuchern oder für winterliche Teemischungen verwendet werden.

7. Eine eigene Winter-Räuchermischung

Hier kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen. Fichtennadeln und -harz, Wacholder, Orangenschale, etwas Zimtrinde, ein paar Nelken, getrocknete Apfelschalen, usw. Nimm Pflanzen, deren Duft für dich nach Winter riecht, und stelle daraus deine eigene Mischung zusammen.

8. Eine kleine Rauhnachts-Räuchermischung

Eine Mischung, die speziell für die Zeit zwischen den Jahren gedacht ist, passt natürlich besonders gut in einen Adventskalender. Du kannst sie beispielsweise aus Schafgarbe, Beifuß, Lavendel, Holunder, Rosmarin oder anderen heimischen Kräutern und Harzen zusammenstellen. Am besten machst du die doppelte Menge, so hast du selbst auch was für die magischen Rauhnächte.  

9. Weihrauch und Myrrhe

Eine kleine Portion Weihrauch und Myrrhe ist ein schönes Türchen für jemanden, der gerne verschiedene Räucherstoffe ausprobiert. Du kannst beide einzeln verpacken oder als kleine Mischung zusammenstellen.

10. Getrocknete Rosenblüten

Ein paar getrocknete Rosenblüten ergeben ein hübsches kleines Türchen und lassen sich ebenfalls zum Räuchern verwenden. Besonders schön sind Blüten aus dem eigenen Garten, die du im Sommer gesammelt und getrocknet hast.

11. Ein kleines Räucherbündel

Beifuß, Rosmarin, Salbei oder andere geeignete Kräuter zu einem kleinen Bündel binden und vollständig trocknen lassen. Ein solches Bündel sieht im Adventskalender gleich nach etwas Besonderem aus.

12. Eine selbst gesammelte Waldmischung

Vielleicht hast du bei deinen Spaziergängen Fichtennadeln, kleine Zapfen, Harz oder andere geeignete Pflanzen gesammelt. Daraus kannst du eine kleine persönliche Waldmischung zusammenstellen. Gerade wenn du weißt, wo du die Pflanzen gefunden hast, steckt darin viel mehr Persönlichkeit als in einem gekauften Räucherwerk.

13. Eichenmoos

Eichenmoos findest du ganzjährig in der Natur. Es trocknet sehr schnell und hat beim Räuchern einen ganz eigenen, würzig-herb-waldigen Duft.

14. Ein kleines Räucherstövchen

Das eignet sich als größeres Türchen und sollte ziemlich weit vorne im Kalender auftauchen (vielleicht ja zum Nikolaus), wenn später Räucherwerk folgen soll. So hat die Beschenkte gleich das passende Werkzeug für die nächsten Türchen. Dieses Stövchen* finde ich ganz hübsch und es ist auch nicht so teuer.

15. Eine kleine Räucherschale

Auch eine Räucherschale kann ein größeres Adventstürchen sein. Besonders schön ist es, wenn du selbst eine Schale aus Ton herstellst. Aus diesem Ton* habe ich schon viele schöne Dinge gebastelt. 

16. Eine kleine Kräutersammlung

Mehrere Miniportionen verschiedener getrockneter Kräuter in kleinen Tütchen oder Gläsern. So wird aus einem Türchen gleich eine kleine Entdeckungsreise durch die Welt der Kräuter.
Wenn du nicht selbst Räuchermischungen zusammenstellen möchtest, schau gerne mal in meinem Shop vorbei. Dort biete ich immer wieder verschiedene Mischungen an. 

Tee, Kaffee und winterliche Getränke für den naturwärts Adventskalender

Bei Tee und Gewürzen kannst du sehr einfach selbst etwas zusammenstellen. Kleine Gläser, Reagenzgläser oder Papiertütchen eignen sich dafür wunderbar.

17. Winterlicher Kräutertee

Apfelstücke, Hagebutten, getrocknete Orangenschale und ein wenig Zimt ergeben eine einfache, winterliche Mischung.

18. Guten Abendtee

Eine kleine Mischung aus Kräutern, die sich gut als Abendtee eignet. Zum Beispiel Melisse, Lavendel oder Kamille.

19. Kaffeegewürz

Zimt, Kardamom, Sternanis, Nelken und ein wenig Muskat im Mörser fein mahlen und in ein kleines Glas füllen. Eine kleine Prise davon kommt direkt zum Kaffee.

20. Gewürzmischung für Kakao

Für etwa vier bis fünf Tassen kannst du beispielsweise 4 EL ungesüßtes Kakaopulver, 1 TL Zimt, ½ TL Vanille, ¼ TL Kardamom und eine kleine Prise Muskat miteinander vermischen. Wer es kräftiger mag, kann noch etwas gemahlenen Sternanis dazugeben. In ein kleines Glas füllen und fertig ist ein schönes Wintertürchen.

21. Chai-Gewürz

Zimt, Kardamom, Nelken, Muskat, etwas getrockneter Ingwer und Pfeffer ergeben eine wunderbar würzige Mischung für Chai. Die Gewürze mörsern oder im Mixer fein mahlen.

22. Winterlicher Gewürzzucker

Zucker mit Zimt, Vanille und fein gemahlener getrockneter Orangenschale vermischen. Der Gewürzzucker passt zu Porridge, Pfannkuchen, Milchreis oder Kaffee.

23. Kleine, haltbare Shots

Ein kleiner Shot ist auch eine gute Idee. Vielleicht ein Holunder-Oxymel (dieses Rezept kannst du natürlich mit anderen Zutaten variieren), ein selbstgemachter Likör aus Quitte oder Schlehe oder auch der vier Diebe Essig.

24. Selbst gemachter Gewürzsirup

Ein kleiner Winter-Sirup aus Gewürzen wie Zimt, Sternanis, Nelken und Orange passt in Kaffee, Tee oder warme Pflanzenmilch. In einem kleinen Fläschchen wird daraus ein besonders hübsches Türchen. Nimm zu gleichen Teilen Zucker und Wasser, koche es unter Rühren auf und gib angestoßene Gewürze hinzu, lass das ganze ca. 15 Min. köcheln und lass den Sirup dann mit geschlossenem Deckel auskühlen. Die Gewürze absieben und den Sirup nochmals aufkochen und heiß in kleine, sterilisierte Flaschen* füllen.

25. Trinkschokolade

Geschmolzene Schokolade in kleine Formen füllen und einen Holzstiel hineinstecken. Nach dem Festwerden kann die Schokolade in heißer Pflanzenmilch aufgelöst werden.

26. Selbstgemachtes Glühweingewürz

Brauner Zucker, Zimtstange, eine Vanilleschote, 2 bis 3 Kardamomkapseln und getrocknete Orangenscheiben schön verpacken.

selbstgemachter adventskalender ideen aus der küche (KI-generiertes Bild)

Kleine Leckereien aus der Küche für den DIY Adventskalender

Selbst gebackene oder selbst gemachte Kleinigkeiten machen sich im Adventskalender besonders gut.

27. Bratapfel-Gewürzmischung

Zimt, Kardamom und etwas gemahlene Nelke und eine Prise Muskat mischen und in ein kleines Glas füllen. Dazu passt ein einfaches Rezept für einen Bratapfel mit Nüssen, Rosinen und Marzipan.

28. Zimtmandeln

Mandeln mit Zimt und etwas Zucker in der Pfanne rösten und nach dem Abkühlen in kleine Tütchen füllen.

29. Gebrannte Haselnüsse

Haselnüsse mit Zucker und Gewürzen karamellisieren und portionsweise verpacken.

30. Vegane Plätzchen

Ein paar selbst gebackene Plätzchen dürfen natürlich nicht fehlen. Besonders schön wird es, wenn du eine Sorte backst, die die Beschenkte besonders gerne mag.

31. Winterliches Granola

Haferflocken, Nüsse, Kerne, Zimt und getrocknete Äpfel mischen und im Ofen rösten. Eine kleine Portion davon passt wunderbar in ein Glas.

32. Orangenschokolade

Eine Tafel vegane Schokolade schmelzen, mit getrockneter Orangenschale und vielleicht ein paar gehackten Nüssen bestreuen und wieder fest werden lassen.

33. Dattelkonfekt

Datteln ganz fein hacken und mit gemahlenen Nüssen und Kakao zu kleinen Kugeln verarbeiten und in Kokosraspeln oder gemahlenen Nüssen wälzen.

34. Kräutersalz

Getrocknete Kräuter (bestenfalls aus dem eigenen Garten) mit Salz mischen und in ein kleines Glas füllen. Rosmarin, Thymian oder Salbei eignen sich dafür besonders gut.

35. Orangensalz

Getrocknete Orangenschale fein mahlen und mit grobem Salz vermischen. Das passt später zu Gemüse, Salaten oder winterlichen Gerichten.

36. Wintergewürz für Porridge

Zimt, Vanille, Kardamom und gemahlene Walnüsse miteinander vermischen. Eine kleine Portion reicht für mehrere Frühstücke.

37. Selbst gemachtes Apfelmus

Ein kleines Glas Apfelmus mit Zimt und Vanille ist ein schönes Türchen. 

38. Winterliche Marmelade

Eine kleine Portion selbst gekochte Marmelade, vielleicht winterlich abgeschmeckt mit Zimt, Nelken und Kardamom. Kleine Gläser eignen sich perfekt dafür.

Selbstgemachtes für Bad und Körper – gehören unbedingt in den Adventskalender

adventskalender selber machen ideen mit naturkosmetik (KI-generiertes Bild)

Gerade kleine selbst gemachte Pflegeprodukte eignen sich gut, denn es macht doch einfach Spaß, diese selbst herzustellen (am besten direkt die doppelte Menge, so hast du auch was für dich) und gerade im Winter tut ein heißes Bad und ein schönes Peeling doch richtig gut, oder?

39. Festes Parfum

Ein kleines Döschen mit selbst gemachtem festem Parfum. Wie du es in wenigen Schritten selbst herstellst – auch in einer veganen Variante –, zeige ich dir in meiner Anleitung für selbstgemachtes Parfum. Und wenn du noch keinen passenden Duft in der Nase hast, findest du in zehn winterlichen Duftmischungen aus ätherischen Ölen passende Mischungsvorschläge – von waldig-herb bis warm und blumig.

40. Badesalz

Grobes Meersalz mit getrockneten Blüten oder Kräutern mischen. Wenn du ätherische Öle verwendest, solltest du darauf achten, dass sie für die Anwendung im Bad geeignet sind und richtig dosiert werden.

41. Körperpeeling

Zucker oder Salz mit einem passenden Pflanzenöl und etwas getrockneter Orangenschale vermischen. In ein kleines Schraubglas füllen und möglichst frisch verschenken.

42. Lippenpflege

Eine selbst gemachte Lippenpflege in einem kleinen Stick ist ein praktisches kleines Türchen und lässt sich schon vor dem Advent vorbereiten.

43. Kräuterbalsam

Ein kleines Tiegelchen mit selbst gemachtem Kräuterbalsam. Hier kannst du deine eigene bewährte Rezeptur verwenden und den Balsam passend zur Jahreszeit herstellen. Wie du einen ruck-zuck Thymian-Balsam bei Husten herstellst, verrate ich dir im Beitrag Erkältung im Anflug: 4 Sofortmaßnahmen, die wirklich helfen. Den Balsam kannst du als Grundrezept nutzen und mit den Kräutern und ätherischen Ölen variieren. 

44. Badepraline

Kleine, selbstgemachte Badepralinen sind eine ganz tolle Geschenkidee für einen Adventskalender. Was gibt es Schöneres, als ein warmes Bad an einem kalten Dezemberabend? Hier findest du eine Anleitung.

45. Naturseife

Ein kleines Stück selbst gemachte oder handwerklich hergestellte Naturseife. Besonders schön sind Sorten mit Kräutern, Hafer oder winterlichen Düften. Falls du noch keine Erfahrun im selber Seife sieden hast, schau dir diese Seifensieden-E-Book* an, dort findest du praktische Anleitungen für Anfänger und 30 Rezepte.

46. Kräuterkissen oder Dinkelkissen

Ein kleines selbst genähtes Kissen mit getrockneten Kräutern füllen. Dafür kannst du auch Stoffreste verwenden. Ebenso kannst du ein kleines Kissen mit Dinkelkörnern füllen. Dieses kann die Beschenkte erwärmen und nach einem stressigen Tag in den Nacken legen zur Entspannung.

47. Selbst gemachtes Körperöl

Ein kleines Fläschchen mit einem passenden Körperöl ist ein schönes Türchen. Wenn du Kräuter dafür verwendest, sollte das Öl entsprechend vorbereitet und sauber abgefüllt werden. Vielleicht hast du Quitten im Garten? Die abgeriebenen Schalen kannst du mit bspw. Mandelöl bedeckt zwei drei Wochen ausziehen lassen, dabei mehrmals schütteln, damit sich die Stoffe lösen. So hast du ein sehr fein duftendes Körperöl, das der Winterhaut gut tut.

Selbst Gesammeltes statt “Kram” für den Adventskalender

Hier darfst du dich ruhig an dem bedienen, was du im Laufe des Jahres gesammelt hast. Ich finde, die Geste zählt mehr als der materielle Wert. Etwas, das du selbst in der Natur gefunden und nach Hause getragen hast, zeigt viel deutlicher, dass du dir Zeit genommen und Gedanken gemacht hast, als etwas, das man massenhaft in Geschäften kaufen kann.

48. Ein schöner Zapfen

Ein großer, besonders schöner Zapfen aus dem Wald ist manchmal tatsächlich genug. Du kannst ihn naturbelassen lassen oder mit einer kleinen Schnur zum Aufhängen versehen.

49. Eine kleine Baumscheibe

Eine dünne Scheibe von einem geeigneten Ast, vielleicht mit einem Loch zum Aufhängen. Sie kann später als Anhänger, Untersetzer oder Dekoration verwendet werden.

50. Ein Stück Birkenholz

Ein kleines, schön geformtes Stück Birkenholz eignet sich als Naturdeko oder einfach als kleiner Fund vom gemeinsamen Spaziergang und bringt symbolisch das Licht in die dunkelste Jahreszeit.

51. Getrocknete Hagebutten

Ein kleines Säckchen mit selbst gesammelten und getrockneten Hagebutten. Sie sehen hübsch aus und können später beispielsweise für Dekorationen oder Kränze verwendet werden. Natürlich kann man daraus auch einen Tee herstellen und sie sogar verräuchern.

52. Ein kleiner Zweig

Ein besonders schöner Zweig von einem Baum oder Strauch kann als schlichtes Naturstück ins Türchen. Gerade für jemanden, der natürliche Dekoration mag, braucht es manchmal nicht mehr.

53. Saatgut für Wildblumen

Ein Tütchen mit geeigneten heimischen Wildblumensamen bringt schon im Winter einen kleinen Vorgeschmack auf den kommenden Frühling.

54. Kräutersamen

Thymian, Salbei, Rosmarin oder andere geeignete Kräuter für Balkon und Garten. Ein schönes Türchen für jemanden, der gerne selbst etwas anbaut.

55. Eine Blumenzwiebel

Eine einzelne geeignete Blumenzwiebel für einen Frühblüher. Jetzt verschwindet sie erst einmal in der Erde und im Frühjahr kommt die Überraschung.

56. Ein kleiner Pflanzenableger

Wenn du eine schöne Zimmerpflanze hast, kannst du einen Ableger ziehen und verschenken. Das ist ein sehr persönliches Türchen, weil du dafür nichts kaufen musst. Du kannst den Ableger am besten in eines der ersten Türchen packen und dazu in ein kleines Glas mit Wasser stellen.

57. Ein selbst gebundener Mini-Naturkranz

Ein kleiner Kranz aus Zweigen, getrockneten Gräsern, Hagebutten oder anderen Naturmaterialien. Der Kranz muss nicht groß sein, er kann bspw. am Laptop hängen und so die Beschenkte an den Kreis des Lebens erinnern.

Adventskalender Ideen für Garten, Balkon und Tiere

Wenn die Beschenkte einen Garten oder Balkon hat, kannst du auch den Tieren ein paar Türchen widmen.

58. Vogelfutter in einer alten Tasse

Eine alte Tasse mit einer geeigneten Fettfutter-Mischung aus Haferflocken, Sonnenblumenkernen, ungesalzenen Nüssen und geschmolzenem Pflanzenfett füllen. Eine Schnur oder ein kleiner Zweig dient als Aufhängung beziehungsweise Sitzstange.

59. Eine flache Wasserschale für Vögel

Eine kleine Tonschale eignet sich als Vogeltränke. Im Winter muss das Wasser regelmäßig kontrolliert und bei Frost erneuert werden.

60. Nüsse für Eichhörnchen

Eine kleine Tüte mit selbst gesammelten Hasel- oder Walnüssen. Gerade für jemanden mit Garten oder Hof ist das eine nette kleine Überraschung.

Kleine selbst gemachte Geschenke – DIY für deinen Adventskalender

61. Eine Kerze aus Pflanzenwachs

Eine kleine Kerze aus Raps- oder Sojawachs* selbst gießen. Für den Adventskalender eignen sich kleine Gläser oder Förmchen besonders gut. Wie das geht plus 10 weitere duftende Ideen, die du auch in den Adventskalender packen kannst, findest du im Beitrag Raumduft selber machen.

62. Ein Windlicht aus einem alten Glas

Ein altes Marmeladen- oder Schraubglas reinigen und mit Fichtenzweigen, Hagebutte, etc. dekorieren. Die Heißklebepistole ist hier gut geeignet. Dazu ein kleines Teelicht aus Pflanzenwachs.

63. Ein kleines Notizheft

Aus Papierresten oder schönem Naturpapier ein kleines Heft binden. Das passt besonders gut in einen Kalender, wenn die Beschenkte gerne schreibt oder Rezepte sammelt. Und ist auch super für die kommenden Rauhnächte geeignet.

64. Ein kleines Windspiel aus Naturmaterialien

Aus einem Ast, Schnur, kleinen Holzstücken, Zapfen oder anderen geeigneten Naturmaterialien lässt sich ein einfaches Windspiel herstellen.

Zeit verschenken – so wertvoll, nicht nur im Advent

adventskalender selber machen zeit verschenken als idee (KI-generiertes Bild)

Und dann gibt es noch die Türchen, die du nicht basteln musst. Du verschenkst einfach gemeinsame Zeit. Das sind vielleicht sogar die schönsten Türchen, denn gemeinsam verbrachte Zeit ist gerade heutzutage sehr wertvoll.

65. Ein gemeinsamer Winterspaziergang

Du kannst dazu eine kleine Portion Tee für die Thermoskanne oder selbst gebackene Plätzchen legen. Der eigentliche Inhalt des Türchens ist aber die gemeinsame Zeit.

66. Zusammen räuchern

Eine kleine Portion Räucherwerk und ein Termin für einen gemeinsamen Räucherabend. Besonders schön, wenn ihr beide gerne mit Kräutern und Düften arbeitet.

67. Gemeinsam Plätzchen backen

Eine Ausstechform oder ein kleines Gewürz ins Türchen legen und den Rest gemeinsam machen.

68. Ein gemeinsames Frühstück

Du kümmerst dich um das Frühstück und die Beschenkte muss nur noch vorbeikommen. Hier passt auch gut ein kleines Gläschen Marmelade dazu.

69. Ein Winterpicknick

Eine Thermoskanne mit heißem Tee, eine Decke und ein paar Kleinigkeiten zu essen. Auch im Dezember kann man draußen sitzen, wenn man sich entsprechend warm einpackt.

70. Ein Lieblingsessen

Du kochst das Lieblingsessen der Beschenkten. Das ist ein schönes größeres Türchen, für das du außer den Zutaten eigentlich nichts brauchst.

71. Ein Nachmittag ohne Plan

Kein Programm, keine To-do-Liste und kein „Wir müssen noch schnell“. Einfach gemeinsam Tee trinken, reden, spazieren gehen oder auf dem Sofa sitzen.

72. Ein Abend bei Kerzenlicht

Ein paar Kerzen, vielleicht eine Kleinigkeit zu essen und ein Abend ohne Handy und sonstige Ablenkung. Ein schönes Türchen für einen der letzten Tage vor Weihnachten.

Fazit

An einem nebligen Novembertag, wenn draußen alles grau in grau liegt, kann es guttun, sich schon in die Vorfreude auf den Advent hineinfallen zu lassen und etwas Schönes mit den Händen zu machen – Kräuter abzufüllen, eine Mischung zu mörsern, ein Säckchen zu nähen, während drinnen die Kerze brennt und draußen die Dunkelheit früher kommt. Genau darin liegt der zweite Gewinn eines selbstgemachten Adventskalenders: Du schenkst nicht nur 24 kleine Momente, die einem lieben Menschen guttun, du erdest dich selbst dabei, jeden Abend ein Stück mehr, während der Kalender wächst.

Wähle dir aus den 72 Ideen die 24 aus, die am besten passen, denn am Ende zählt nicht, wie perfekt jedes Türchen aussieht, sondern dass du dir die Zeit genommen hast. Vielleicht ist das die wahre Magie hinter deinem selbstgemachten Adventskalender.

Häufige Fragen zum Adventskalender selber machen Ideen

Bitte beachte und lese meinen Disclaimer.

Wie kann ich einen Adventskalender selber machen?

Du brauchst 24 Hüllen aus Naturmaterial wie Leinensäckchen, Packpapier oder Gläser, 24 Zahlen zum Nummerieren und Ideen für die Füllung. Wähle aus Räucherwerk, Tee, Nüssen, Selbstgemachtem, kleinen Aufgaben und Türchen für die Tiere und schreib zu jedem Türchen einen Zettel.

Wie kann ich in einen Adventskalender für Erwachsene selber machen?

Für Erwachsene eignen sich persönliche und praktische Kleinigkeiten wie Tee, Räucherwerk, Gewürze, Pflegeprodukte, Selbstgemachtes, Naturmaterialien und Gutscheine für gemeinsame Zeit. Besonders schön wird der Kalender, wenn du die Inhalte auf die Interessen der beschenkten Person abstimmst.

Was kommt in einen natürlichen Adventskalender ohne Plastik?

Getrocknete Kräuter, Tee, Gewürze, Nüsse, Trockenobst, Selbstgebackenes, Seife, Kerzen aus Pflanzenwachs, Vogelfutter und Zettel mit kleinen Aufgaben. Verpackt wird in Stoff, Papier und Glas.

Was ist ein guter Inhalt für einen Adventskalender ohne Schokolade?

Gemeinsame (Aus)Zeiten in der Natur, Tee und Räucherwerk, ein Stück Seife oder Balsam, ein Bratapfel-Gewürzmix, eine selbst gegossene Kerze und andere Dinge, die du in der Natur sammelst oder auch mit geringem Budget selber machst. Ideen findest du hier 72 zum auswählen. Wichtig ist, dass die Beschenkte etwas damit tun kann, statt nur etwas zu bekommen.

Woher kommt der Adventskalender?

Der Adventskalender ist ein junger Brauch aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Als Vorform gilt der Kerzenkranz, den Johann Hinrich Wichern 1839 im Rauhen Haus in Hamburg aufhängte, gedruckte Kalender gab es um 1902 und 1903.

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